Kinderbobaththerapie

Das Bobathkonzept basiert auf einer neurophysiologischen Grundlage, wodurch der Therapeut seine Maßnahmen neurophysiologisch erklären kann. Es handelt sich um ein Konzept das veränderbar ist, flexibel und sich mit neuen medizinischen Erkenntnissen wandelt. Es werden keine spezifischen Übungen vorgeschrieben.

Im Prinzip wird durch Adaptierung des Umfeldes des Patienten sowie durch therapeutische Griffe das motorische Lernen erleichtert.  Motorisches Lernen ist ein Prozess, der beim gesunden Menschen tagtäglich abläuft, wobei das Gehirn durch Erfahrung, die Körperbewegungen anpasst und verändert. Motivation sowie gerichtete Aufmerksamkeit sind eine Grundvoraussetzung für motorisches Lernen. Bobaththerapie funktioniert stets nach dem Grundsatz: „So viel Hilfe wie nötig u. so wenig wie möglich.“

Die Therapie wird funktionell gestaltet- denn auch das Gehirn ist „Aufgaben orientiert“ aufgebaut, es kennt sozusagen keine einzelne Muskelbewegungen sondern vielmehr Bewegungsabfolgen, die einen Zweck erfüllen.

Der Therapeut bedient sich Gleichgewichtsreaktionen und Schwerpunktverlagerung des Kindes sowie Stimulation bestimmter Körperzonen mittels Vibration oder Druck um eigenständige Bewegung zu ermöglichen.